Eine erteilte Genehmigung allein beendet den Prozess nicht. Betrifft die Entscheidung Leistungsbeschreibung, Preisblatt, Anlagenliste, Termine oder Verantwortlichkeiten, müssen die entsprechenden Vertragsunterlagen kontrolliert fortgeschrieben werden. Erst dadurch entsteht ein konsistenter neuer Vertragsstand.
Genehmigungsverfahren sollten deshalb eng mit Entscheidungsregeln, Change Management und Freigabematrix verzahnt sein. Entscheidungsregeln bestimmen, wer entscheiden darf; das Genehmigungsverfahren beschreibt den verbindlichen Weg zu dieser Entscheidung.
Ein gutes Genehmigungsverfahren schafft keine unnötige Bürokratie. Es sorgt dafür, dass wesentliche Veränderungen vor ihrer Umsetzung vollständig bewertet, von der richtigen Stelle freigegeben und dauerhaft nachvollziehbar dokumentiert werden.
Der entscheidende Maßstab lautet: Eine Maßnahme, die Kosten, Leistung, Risiko oder Vertragsstand wesentlich verändert, sollte erst verbindlich umgesetzt werden, wenn klar ist, wer sie geprüft, wer sie genehmigt und auf welcher Grundlage die Entscheidung getroffen wurde.